09 Oktober

Art Director Michael Karg der Mediengruppe Oberfranken mit seinem Projekt Bamberg2091

09 Oktober

Wenn aus einem Hobby ein Beruf wirdMichael Karg über seine Leidenschaft für Grafik Design

Viele träumen davon, einmal ihr Hobby zum Beruf zu machen. Unser Grafik Designer Michael Karg lebt seinen Traum. Bei unserer Agentur Medienkraft Verstärker gestaltet er Magazine, Webauftritte und Illustrationen, in der Freizeit bastelt er an seinen eigenen Projekten. Im Interview erzählt Michael von seiner Leidenschaft für Grafik Design und von seinem neuesten Projekt: Bamberg 2091.

Grafik Design – das ist für dich Hobby und Beruf. Warum? Was fasziniert dich daran?

Das was jeden Handwerker antreibt: Am Ende des Tages ein Produkt in den Händen zu halten, was Emotionen weckt. Und natürlich die Möglichkeit, von Anfang an kreativ auf dieses Endprodukt Einfluss zu nehmen. Im Beruf muss ich das Design an den Kundenwünschen orientieren. Trotzdem kann ich meinen eigenen Stil – mal plakativer, mal subtiler – einfließen lassen. Bei Hobbyprojekten ist die Selbstverwirklichung natürlich höher, sollte aber nie so abstrakt sein, dass man nur noch selbst als Publikum in Frage kommt. 🙂

Was war zuerst da? Das Hobby oder der Beruf? Und wie kamst du dann zum anderen?

Meine Begeisterung für Grafik Design habe ich beim Entwickeln und Programmieren Mitte der 90iger Jahre entdeckt. Sowohl die Erstellung der Spielegrafiken als auch der Marketingelemente erforderten einen gewissen Grad an Professionalisierung. Deshalb war es für mich fast schon selbstverständlich, mein Hobby zum Beruf zu machen und eine Ausbildung als Mediengestalter in einer Werbeagentur zu ergreifen.

„Bamberg 2091“ heißt dein neuestes Projekt. Was steckt dahinter?

Als Grafiker ist man immer eine Art Geschichtenerzähler. Über visuelle Elemente nehme ich den Betrachter an die Hand und führe ihn durch eine Geschichte. Das mache ich auch mit meinem neuen Projekt. In „Bamberg 2091“ begibt sich der Reisende und seine Crew auf eine Reise durch die Bamberger Sehenswürdigkeiten und Landschaften in fiktiven oder gar surrealen Motiven des Jahres 2091. Eingebettet ist das Ganze in einem mehrjährig verwendbaren Kunstkalender im A3-Querformat. Ich wollte Motive schaffen, die die übliche Postkartenidylle verlassen. Auch wenn sich die Region stark für die Erhaltung der Sehenswürdigkeiten einsetzt, wollte ich zeigen, dass es für deren unveränderten Erhalt keine Garantie gibt. Das merken auch die Hauptprotagonisten, der Reisende und seine Crew,  recht schnell, da ein harmloser Besuch im Bamberg des Jahres 2091 mit ein einigen Komplikationen verbunden ist. Trotz dieser etwas versteckten Botschaft stehen die Unterhaltung und die Freude an den eingebundenen Details im Fokus.

In deinen Bildern ergänzt du Motive collageartig um zusätzliche Elemente. Wie kam es dazu?

Angefangen hat es eigentlich mit Fotos von Kollegen und Freunden, die ich verfremdet habe. Ich wollte für sie etwas Einzigartiges und Individuelles schaffen. Daher habe ich Portraitfotos genommen und die individuell an ihrer Persönlichkeit orientiert um zusätzliche Elementen erweitert. Das kam nicht nur in meinem Freundes- und Bekanntenkreis gut an. Deshalb entstand daraus meine Serie „Decay“, die ich 2017 im Mediengarten der Mediengruppe Oberfranken und 2018 bei „Kunst im Treppenturm“ im Karstadt Bamberg ausstellen durfte. Von verfremdeten Portraitbildern war der Weg zu den Bamberger Sehenswürdigkeiten dann für mich nicht mehr weit. Gerade für die hiesige Bevölkerung bieten die Motive mit der zusätzlichen Verfremdung einen Perspektivwechsel.

Wie kam es dann dazu, das aus diesen Motiven ein Kalender wurde?

Die Ausstellungen haben mir gezeigt, dass die Motive aufgrund der Details großformatig eine ganz andere Wirkung entfalten, als es über Smartphones & Co möglich ist. Gleichzeitig bietet der Kunstkalender die Möglichkeit, aus den Monatsmotiven eine Geschichte entstehen zu lassen.
Mit dieser Idee bin ich auf Philipp Gatz, mein Chef und Geschäftsführer der Medienkraft Verstärker, zugegangen. Dank seiner Unterstützung gibt es nun seit Anfang Oktober die Kalender an den Geschäftsstellen der Mediengruppe Oberfranken, im Karstadt, bei Comic Arts und online zu kaufen. Online ist der Kalender auch bis zum 15. November noch vergünstigt erhältlich. www.bamberg2091.de

Von Sarah Ort

Sarah Ort

Sarah Ort ist seit Februar 2018 Mitarbeiterin in der Unternehmenskommunikation. Zuvor studierte sie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Kommunikationswissenschaft, war als Werkstudentin und anschließend als Volontärin in der Unternehmenskommunikation der MGO tätig.

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