25 Januar

25 Januar

Wie die Zeitung in den Briefkasten kommt

Es ist ca.1.00 Uhr nachts, wenn die Zeitung im Druckzentrum Oberfranken das Gebäude verlässt. Einige Stunden und viele Handgriffe später landet sie auf dem Frühstückstisch unserer Leser. Doch wie kommt die Zeitung von der Druckerei in den Briefkasten?

Hans sitzt auf seinem blauen Z+S Bike. Am Lenkrad und am Gepäckträger hat er Körbe und Taschen befestigt. Sie sind vollgepackt mit Zeitungen und Briefen. Die hat er zuvor bei der Tankstelle im Ort abgeholt. Hier ist eine der Sammelablagen für die Zusteller im Bezirk. Er sortiert dort Briefe und Zeitungen, belädt sein Rad, dann geht es ab durch die kalte Nachtluft. Ein paar Straßen weiter ist seine Kollegin Erika bereits zu Fuß unterwegs. Sie hat ihre Zeitungen auf einem kleinen Zustellwagen. Wie immer hat sie die Zeitungen nach Hause geliefert bekommen, dort nach ihrer „Gangfolge“ sortiert bevor sie das Haus verlässt.

Bis Hans und Erika die Zeitungen in die Briefkästen der Leser werfen, sind die Tageszeitungen schon durch einige Hände gegangen. Nach Themenrecherche, Themenauswahl, Recherche, Schreibprozess, Bildauswahl, Layouten, Korrekturlesen, Setzen und Drucken verlässt die erste Zeitung um etwa ca. 21.00 Uhr im Druckzentrum Oberfranken die Druckmaschine (DZO). Druckfrisch kommen die Zeitungen (häufig inklusive Werbebeilagen) zur Weiterverarbeitung, wo Mitarbeitende die Zeitungen bündeln und nach Touren sortiert auf die Fahrerwägen schichten. Täglich halten die Kolleginnen und Kollegen tagsüber im Büro die Anzahl an Zu- und Abgängen von Abonnenten in SAP auf dem neuesten Stand, die dann automatisiert an die Druckerei übermittelt werden. So kann diese sicherstellen, dass für jede Tour ausreichend Zeitungen eingepackt werden. Auch Fremdzeitungen, wie beispielsweise FAZ, Die Zeit oder Süddeutsche Zeitung, packen die Mitarbeitenden für die Zusteller auf die entsprechenden Touren ab.  Zusammen mit den vorsortierten Taschen voller Briefe, die in der Nacht im DZO vom Shuttle der Brief Logistik Oberfranken aus Würzburg abgegeben wurden, liefern die Fahrer diese an verschiedenen Abholstellen im jeweiligen Bezirk ab, wo die Zusteller die Zeitungen in ihre Obhut nehmen. Einige Zusteller holen die Zeitungen und Briefe an sogenannten Abladestellen in abschließbaren Kisten ab. Andere an Sammelabladestellen wie Tankstelle oder Bushaltestellen. Wieder andere bekommen die Zeitungen und Briefe direkt nach Hause geliefert. Und dann gibt es auch noch Zusteller, die in mehreren Bezirken austragen und es für sie daher am einfachsten ist, die Zeitungen und Briefe direkt im DZO abzuholen.
Wie auch Erika und Hans sortieren alle anderen Zusteller die Zeitungen und Briefsendungen anhand ihres Arbeitsweges holen teilweise noch die Zeitungen von den Kooperationspartnern (Nürnberger Nachrichten oder Main-Post) an den Abladestellen ab und verladen sie in Autos, auf Fahrräder, E-Bikes oder, wenn sie zu Fuß unterwegs sind, in Zustellwägen. Wenn die Zusteller der Z+S nach getaner Arbeit nach Hause zurückkehren, liegen die Briefe und Zeitungen rechtzeitig zum Frühstück für unsere Leser/innen im Briefkasten.

 

Von Sarah Ort

Sarah Ort

Sarah Ort ist seit Februar 2018 Mitarbeiterin in der Unternehmenskommunikation. Zuvor studierte sie an der Otto-Friedrich-Universität Bamberg Kommunikationswissenschaft, war als Werkstudentin und anschließend als Volontärin in der Unternehmenskommunikation der MGO tätig.

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