18 Juni

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18 Juni

Es lebe Print!Wie AR Printprodukte zum Leben erweckt

Machen wir uns nichts vor: Unsere „Generation Facebook“ ist verwöhnt von bewegten Bildern und Animationen. Sehen wir ein einfaches Bild, dann wollen wir da wenigstens drauf klicken können, um noch mehr Input zu bekommen. So eine Printanzeige oder ein Plakat locken uns selten hinter dem Ofen vor. Und so ein QR-Code? Naja, das ist jetzt auch wenig spektakulär. Gut, dass es AR gibt.

Zugegeben, AR, also Augmented Reality, ist auch keine Erfindung dieser Woche, aber Einzug in unsere Printmedien hat es deshalb trotzdem noch nicht genommen. Zu Unrecht wie wir finden. Denn mit AR kann man Bilder zum Leben erwecken, Modelle aufs Papier zaubern und eine Anzeige für sich selbst sprechen lassen – und das im wörtlichsten Sinne überhaupt.

Augmented Reality steht für die computergestützte Erweiterung der Realität. Dabei werden Printobjekte durch digitale Inhalte – vom Video bis zum animierten Modell – ergänzt. Als ich vor einigen Jahren das erste Mal davon gehört habe, klang das für mich so, als ob wir endlich Hologramme projizieren könnten: „Du hast eine Spielkarte und mit AR steht dann da einfach eine 3D-Spielfigur mitten auf der Karte.“ Die Beschreibung war zwar prinzipiell richtig, aber ein entscheidendes Detail wurde weggelassen: Man braucht ein Smartphone oder Tablet und die richtige App. Wenn man das Smartphone dann über das Papier hält, schaut es auf dem Display tatsächlich so aus, als ob da eine Spielfigur auf der Karte steht.

Nicht ganz so spektakulär wie erwartet und trotzdem – als ich es zum ersten Mal probiert habe, war ich fasziniert und wollte immer weiter Beispiele testen: ein Sofa, das auf dem Katalog steht und bei dem ich verschiedene Bezugsstoffe wählen konnte, ein Baum, der aus dem Papier hervor wächst und die Jahreszeiten durchläuft oder ein 3D-Modell einer Maschine, das ich von links und rechts, von innen nach außen betrachten konnte. Nette Spielereien, aber auch ein echter Mehrwert für Gedrucktes.

Unsere eigene Werbeagentur HOCHVIER hat sich deshalb dieses Thema vorgeknöpft und eine App dafür entwickelt. Diese Möglichkeit haben wir als Mediengruppe Oberfranken natürlich sofort genutzt und die Technik direkt angewendet und zwar bei unseren Anzeigen und Plakaten zum Thema „Wir schreiben Erfolgsgeschichten“ – ein guter Test für das System und ein Erfolg für unsere Erfolgsgeschichten: Auf Großflächenplakaten und Anzeigen in den Tageszeitungen konnte und kann man mit der MyAR-App nämlich direkt auf die zugehörigen Videos zugreifen, die wir ansonsten nur auf der Website erfolgsgeschichten.mediengruppe-oberfranken.de präsentieren können.

Unser Test hat gezeigt: Für AR bieten sich Einsatzmöglichkeiten, die den Nutzer – oder genauer gesagt dem Leser – echten Mehrwert bringen. Ich warte zwar immer noch auf den Tag, an dem wir endlich Hologramme projizieren können, aber bis dahin ist AR eine gute Alternative. Wir bleiben auf jeden Fall dran an dem Thema.

 

Von Christina Beil
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Christina BeilUnternehmenskommunikation

Christina Beil ist seit 2012 in der Mediengruppe tätig. Nach ihrem kommunikationswissenschaftlichen Studium absolvierte sie ein Volontariat in der Unternehmenskommunikation. Heute ist sie Mitarbeiterin der Abteilung.

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