12 Januar

Julia Theilen

12 Januar

Prof. Dr. Media: Medien studierenTeil 2: Fachhochschule

1916 war die Entscheidung eine leichte: Wer „irgendwas mit Medien“ studieren wollte, ging ans Leipziger Institut für Zeitungskunde. Knapp 100 Jahre später versprechen über 400 Studiengänge einen Einstieg in die Welt der Medien. Damit nicht schon die Studienwahl zur Wissenschaft wird, sollten sich Studienanfänger schon frühzeitig fragen, welche Hochschule am besten zu ihnen passt.

Wer schon weiß, welche berufliche Richtung er nach dem Studium einschlagen möchte, kann das Handwerkszeug dafür an einer der staatlichen oder privaten Medien-Fachhochschulen lernen. Studiengänge wie Medien- und Kommunikationsdesign, Journalistik oder Public Relations versprechen eine praxisnahe Ausbildung und gute Kontakte zu Unternehmen, sprich: möglichen Arbeitgebern.

Diese Nähe zur Praxis lockt viele Studierende an. An der größten Medien-Fachhochschule, der Stuttgarter Hochschule der Medien, studieren derzeit rund 4.000 Studenten. Eine von ihnen ist die 21-jährige Julia Theilen: „Viele unsere Dozenten kommen direkt aus der Praxis und arbeiten mit uns an echten Projekten aus ihrem beruflichen Alltag. Zusammen mit dem Grundlagenwissen aus Theorie-Veranstaltungen werden wir so zielgerichtet auf unseren Wunschberuf vorbereitet“, beschreibt die Bachelorstudentin das Lehrangebot ihres Studiengangs „Werbung und Marktkommunikation“.

Die Regelstudienzeit der Bachelor-Studiengänge an Fachhochschulen beläuft sich meist auf sieben Semester: Anders als in den meisten Uni-Studiengängen ist dort ein Praxis- oder Auslandssemester Pflicht. Dadurch sollen die Studierenden schon vor dem Bachelor-Abschluss erste berufliche Erfahrungen sammeln.

Die Aussicht auf diese Mischung aus akademischer Ausbildung und Praxisnähe kommt bei den Studienbewerbern gut an: Studienplätze an Fachhochschulen sind inzwischen sehr begehrt. Während viele Studiengänge ein Eins-Komma-Abitur voraussetzen, ist die Aufnahme in eine private Hochschule auch eine Frage des Geldbeutels: Ein Semester kann dort bis zu 5.000 Euro kosten. Finanzielle Abhilfe schaffen Studierenden-Stipendien: Sowohl der Bund als auch viele Gewerkschaften und Unternehmen bieten besonders begabten oder engagierten Studierenden finanzielle Unterstützung an.

Hier lesen Sie den zweiten Teil der Serie über das Studium an der Universität, hier den dritten Teil über das Studium an einer Dualen Hochschule.

Von Maike Molling
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Maike Molling

Maike Molling ist seit 2014 in der Unternehmenskommunikation der Mediengruppe Oberfranken als Werkstudentin tätig. Daneben studiert sie an der Universität Bamberg den Masterstudiengang Kommunikationswissenschaft.

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