04 Dezember

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04 Dezember

WillkommenskulturWie AR Printprodukte zum Leben erweckt

Meine erste Erfahrung mit einer Art „Frankfurter Willkommenskultur“ erlebte ich am Tag eines Bewerbungsgespräches unweit der Oper in Frankfurt. Ich hatte meinen Wagen mit Bamberger Kennzeichen am Morgen in der Tiefgarage unterhalb abgestellt. Als ich gegen Mittag zurück kehrte, erblickte ich zwei Polizisten, die bei meinem Wagen standen. Mich beschlich das untrügliche Gefühl, dass etwas nicht stimmte. Und als ich beim Näherkommen die eingeschlagene Fensterscheibe der Beifahrerseite sah, erkannte ich erneut die unerschütterlich gute Intuition meines Bauchgefühls. Einer der beiden Beamten drehte sich zu mir um und lächelte leicht schief. „Tja“, sagte die Beamtin. „Herzlich willkommen in Frankfurt am Main“.

Ungleich angenehmer war der Empfang im Einwohnermeldeamt der Stadt, einige Wochen später, als ich meinen neuen Job antrat und mich ummelden musste. „Herzlich Willkommen in Frankfurt am Main“, empfang mich die freundliche Sachbearbeiterin, nachdem ich ihr das ausgefüllte Meldeformular hingelegt und sie es abgesegnet hatte. Ich erhielt eine pickepackevolle, nett gestaltete Tasche mit allerlei hilfreichen Informationen rund um Frankfurt, den öffentlichen Nahverkehr, die Gastronomie, den Bürgerservice und und und. Alles, was den Start in einer neuen Stadt durchaus leichter gestaltete.

Auch in den Kommunen der Standorte der Mediengruppen Oberfranken gibt es solch positive Gesten des herzlichen Willkommens. Besonders hervor sticht dabei die Stadt Coburg, die neue Einwohner nicht nur mit umfänglichem Informationsmaterial versorgt, sondern zum Beispiel über einen Stammtisch mit ebenfalls neuen Bürgerinnen und Bürgern zusammen bringt. Der Landkreis Coburg begrüßt neugeborene Bürger mit einer Wickeltasche, in der neben kleinen Give-Aways für die Kleinen, ein großer Elternratgeber zum Thema „Gesund groß werden“ enthalten ist. Wirklich schön!

Andere Städte wie etwa Bamberg und Kulmbach sprechen Neuankömmlinge mit einer Neubürgerbroschüre an, die ebenfalls viele wissenswerte Tipps rund um das Leben in der neuen Heimat beinhaltet.

In der Mediengruppe Oberfranken ist uns wichtig, dass unsere neuen Kolleginnen und Kollegen sich nicht nur in ihrer möglicherweise neuen Lebenswelt rund um das Privatleben wohlfühlen und auskennen. Ebenso wichtig ist uns, dass sie sich möglichst schnell in unserem groß gewordenen Haus zurecht finden und Kontakte knüpfen. Für den guten Start in unser Unternehmen bietet die Personalabteilung deshalb eine Einführungsveranstaltung an, wir kommunizieren neue Kolleginnen und Kollegen im Haus und neben unserer „Willkommens-Box“ und dem Intranet, gibt es den MGO-Atlas. Eine recht umfangreiche Broschüre, die alles Wissenswerte rund um die ersten Tage in unserem Hause und darüber hinaus aufzeigt.

Der beste Treffpunkt, auch für „die Neuen“, bleibt vermutlich immer noch die Kaffeemaschine, aber darüber hinaus vernetzen wir die Kolleginnen und Kollegen auf dem Mitarbeiterfest, in Führungskräftekonferenzen oder auch über Teamevents.

Und obwohl wir ein durchaus komplexes Unternehmen sind, ist das Ankommen in unserer Unternehmenskultur nicht allzu schwer. Auch als Nicht-Franke, wie ich aus persönlicher Erfahrung sagen kann.

Von Martin Wilbers
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Martin Wilbers

Martin Wilbers ist Leiter Unternehmenskommunikaton und Marketing Services der Mediengruppe Oberfranken. Der Diplom-Soziologe ist seit Juni 2011 in dieser Position Unternehmen tätig.

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